{"status":"listed","metaTitle":"Das neue Sprecher_Innen Hörbuch  ► Kapitel 15 ★ Christopher Nothegger ► ShackVoice David M2. | The ShackVoices","id":1253,"image1":"/img/voices/1253_single.jpg?v=261015085646","image2":"/img/voices/1253_double.jpg?v=261015085646","image4":"/img/voices/1253_quad.jpg?v=261015085646","shortname":"Kapitel 15 - David M2.","gender":"male","gendertext":"Männlich","city":"Autor: Christopher Nothegger","studios":"Berlin","age":"25 - 35 Jahre","age_min":1,"age_max":1,"pitch":"mittel","pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3,"languages":"Deutsch","gage":"gds","podcast":"false","shortdescripton":"KlaPe verliert den Bezug zur Realität. Passiert das alles wirklich? Befindet er sich in einem von Morphium geschwängerten Traum? Oder ist am Ende vielleicht doch vollgekokst irgendwo \nin St. Moritz?","categories":[{"uri":"sprecher-kategorien/dnsh","title":"DnSH"}],"sounds":[{"id":"17936","title":"Kapitel 15 - David M.","playtime":"05:40","audio":"https://shackvoices.de/getaudiobysoundid/17936?v=261015085646"}],"recommendedvoices":[{"audioid":17640,"voiceid":1232,"image":"/img/voices/1232_single.jpg?v=260811142813","shortname":"Oscar H.","audio":"/getaudiobyvoiceid/1232","status":"listed","slug":"/stimmen/oscar-h","age_min":1,"age_max":1,"pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3},{"audioid":7313,"voiceid":70,"image":"/img/voices/70_single.jpg?v=240625155721","shortname":"Alexander R.","audio":"/getaudiobyvoiceid/70","status":"listed","slug":"/stimmen/alexander-r","age_min":1,"age_max":1,"pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3},{"audioid":7779,"voiceid":146,"image":"/img/voices/146_single.jpg?v=220512141356","shortname":"Heiner K.","audio":"/getaudiobyvoiceid/146","status":"listed","slug":"/stimmen/heiner-k","age_min":1,"age_max":1,"pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3},{"audioid":8388,"voiceid":282,"image":"/img/voices/282_single.jpg?v=241126143028","shortname":"Philipp L.","audio":"/getaudiobyvoiceid/282","status":"listed","slug":"/stimmen/philipp-l","age_min":1,"age_max":1,"pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3},{"audioid":12260,"voiceid":907,"image":"/img/voices/907_single.jpg?v=240205154102","shortname":"Levent K.","audio":"/getaudiobyvoiceid/907","status":"listed","slug":"/stimmen/levent-k","age_min":1,"age_max":1,"pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3},{"audioid":7976,"voiceid":174,"image":"/img/voices/174_single.jpg?v=230612122550","shortname":"Johannes A","audio":"/getaudiobyvoiceid/174","status":"listed","slug":"/stimmen/johannes-a","age_min":1,"age_max":1,"pitch_min":3,"pitch_max":3,"col_min":3,"col_max":3},{"audioid":17896,"voiceid":1243,"image":"/img/voices/1243_single.jpg?v=261014162545","shortname":"Kapitel 06 - Jan K3. 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Geheimtür? In seinem Krankenzimmer? War das real? Es konnte nicht real sein. Das hatte sich KlaPe schon ein paar Mal gedacht seitdem er den denkwürdigen Entschluss gefasst hatte, aus seinem alten Leben auszubrechen. Ohne Kumpels. Weit weg von St.Moritz, Polohemden, Koks und Co. Nur er, eine Portion Ehrlichkeit und ein Zug Richtung echtes Leben. Allerdings fühlte sich dieses echte Leben noch viel surrealer an als alles, was auf den alljährlichen Trips mit seinen Kumpels jemals passiert war. War vielleicht alles ein Traum und war er wie jedes Jahr doch in St. Moritz? Noch mit der Stimme von Cassius im Ohr und dem gleichen kokswohligen St. Moritz-Gefühl, das er nur zu gutkannte, schaute er sich vorsichtsbalber um. Typischer Frankfurter Plattenbau, den er schemenhaft durchs Fenster sah, Plastik-Tablett mit Rindfleisch-Kartoffel-Matsch und Morphium-Infusion, die auf Anschlag gestellt war, sprachen eine eindeutige Sprache: Das war nicht St. Moritz. Das war nicht Après-Ski. Delirium ja, aber definitiv kein St. Moritz-Delirium. Ein prüfender Griff zur Nase. KlaPe war sich endgültig sicher: St. Moritz-Schnee war für seinen Zustand nicht verantwortlich. Irgendwas stimmte hier nicht. Er musste erstmal das Morphium zurückdrehen. Er musste nachdenken. Dazu kam es aber nicht. Noch ehe seine Hand die Rollklemme erreichte, holte ihn die schrille Gießkannen-Stimme von RotlippenSchwester wieder ein: „ZUNGE WEG VON DER WAND!! DIE IST FRISCH GESTRICHEN!“ So falsch die Stimme klang, so richtig lag sie. KlaPe schmeckte RAL 7016 auf seiner Zunge. Das konnte aber nicht sein. Was hatte Deutschlands langweiligste Farbe, die nur existierte, damit man in 100 Jahren abertausende von schablonenartigen Vorstadt-Reihenhäuser auf die 2020er würde zurückdatieren können, an einer Wand in einem Krankenhaus zu suchen? Das machte keinen Sinn. So deprimierend anthrazit war in der Realität nicht mal ein Krankenzimmer. Eine Frage drängte sich also auf: War das überhaupt ein Krankenhaus? Irgendwas stimmte hier ganz gewaltig nicht. Aber noch bevor er sich darüber weiter Gedanken machen konnte, winkte ihm ein justus-artiger Typ durch den Spalt in der Porte cachée zu. Er ähnelte Christian Lindner. KlaPe blinzelte. Und blinzelte kräftiger. Aber der Typ ließ sich nicht \nwegblinzeln. Der Typ war echt und hartnäckig. War es vielleicht wirklich Christian Lindner? Nein, das konnte nun wirklich nicht sein. Andererseits: Fiebertraum, surreal, das passte schon. Und irgendwo musste er ja sein, wenn er schon nicht mehr im Bundestag war. Aber ausgerechnet versteckt in seinem Krankenhauszimmer? Er blinzelte nochmal. Das Privatkassen-Grinsen blieb. Und sein Kumpel Cassius tauchte daneben auf. KlaPe hörte nur noch „Geil, dass du doch gekommen bist! Abfahrt, wir haben noch genug St. Moritz-Schnee!!“ Sein Hirn hatte diesen das noch nicht verdaut, als seine neuen sensorischen Supersinne den wohlbekannten Geruch von zerkauten Zwiebeln und bespeicheltem Hackfleisch wahrnahmen. Er kam eindeutig von Rotlippen-Schwester. Jetzt, wo er genauer hinsah, erkannte KlaPe in Rotlippen-Schwesters Gesicht die unverkennbaren Züge von Frikadellen-Mann. Mit dem gleichen Grinsen, wie ihm im Zug die angefressene Frikadelle angeboten wurde, präsentierte ihm die Krankenschwester nun einen Rollstuhl: „Damit bringe ich Sie auf Ebene Z – zur weiteren… hüstel... UNTERSUCHUNG.“ Krankenhaus, Ebene Z, RAL 7016, Christian Lindner-Verschnitt, St.Moritz-Kumpels hinter einer Geheimtür…? Es war weiterhin recht komisch. Und vor allem zum Davonlaufen. Das jedoch war keine Option. Zumindest nicht für seine \nWirbelsäule. Es blieben also zwei Möglichkeiten: Mit RotlippenSchwester im Rollstuhl, dem zwiebelig-fleischigen Brechreiz widerstehend, auf Ebene Z, oder durch die Geheimtür. Logischerweise \nwar aber auch Option 2 keine Option. Oder hätte er wie eine menschliche Nacktschnecke mit Operationshemdchen kriechend vor Rotlippen-Schwester flüchten sollen? So schnell wie ihm all diese \nGedanken durch den Kopf schossen, saß er auch schon auf dem Boden der Tatsachen, genauer gesagt in dem Rollstuhl. Die Krankenschwester wischte ihm RAL 7016-Kleckse aus dem Gesicht und schob ihn aus dem Zimmer. KlaPe nahm es einfach hin, schloss die Augen, ließ sich schieben und irgendwie auch tragen – von der Duftwolke aus zerkauten Zwiebeln und Hack. Das Nächste, was er hörte, war das Plingen einer Fahrtstuhltür und das, was er dann sah, machte ihm Angst und Hoffnung zugleich. Es war das Normalste, was er sich vorstellen konnte und zugleich das Abnormalste, was er sich in einem Krankenhaus vorstellen konnte… Ein hemdsärmeliger Bauer in Gummistiefeln und Strohhut nickte brummelig in ihre Richtung und machte mit seiner Schubkarre voller \nfrisch geernteter Zwiebel Platz.","url":"https://shackvoices.de/stimmen/kapitel-15-david-m2","slug":"/stimmen/kapitel-15-david-m2"}