{"status":"listed","metaTitle":"Das neue Sprecher_Innen Hörbuch  ► Kapitel 08 ★ David Hassbach ► ShackVoice Tom F. | The ShackVoices","id":1251,"image1":"/img/voices/1251_single.jpg?v=261015083052","image2":"/img/voices/1251_double.jpg?v=261015083052","image4":"/img/voices/1251_quad.jpg?v=261015083052","shortname":"Kapitel 13 - Tom F.","gender":"male","gendertext":"Männlich","city":"Autor: David Hassbach","studios":"Berlin","age":"20 - 25 Jahre","age_min":0,"age_max":0,"pitch":"höchste","pitch_min":0,"pitch_max":0,"col_min":1,"col_max":1,"languages":"Deutsch","gage":"gds","podcast":"false","shortdescripton":"KlaPe findet wieder zu sich. Er probiert das Krankenhaus-Essen und stellt fest, dass sein Geschmackssinn plötzlich überdurchschnittlich ausgeprägt ist.","categories":[{"uri":"sprecher-kategorien/dnsh","title":"DnSH"}],"sounds":[{"id":"17934","title":"Kapitel 13 - Tom F.","playtime":"02:55","audio":"https://shackvoices.de/getaudiobysoundid/17934?v=261015083052"}],"recommendedvoices":[],"bio":"Oder vier? Nein Fünf. Die schöne OP Gehilfin hatte mit an Sicherheit \ngrenzender Wahrscheinlichkeit fünf Finger. Und das sogar an jeder \nHand. Vermutlich. „Rotbarsch in Butter?“, unterbrach sie seine \nabdriftenden Gedanken. „Ich bin kein Roboter“, sagte KlaPe verstört \nund immer noch nicht ganz bei sich. „Bitte wählen sie einfach Ihr Essen \nfür die nächsten Tage. Nehmen Sie den Fisch oder wollen Sie lieber die \nvegane Alternative? Ich kreuze das jetzt einfach für sie an. Und heute \ngibt es… warten Sie ich erkenn’s grad nicht. Ich denke das ist \ngekochtes Rindfleisch und das daneben dürften mal Kartoffeln gewesen\nsein“, fasste sie zusammen, zog das Klemmbrett zurück, stellte KlaPe \ndafür einen Teller auf die Ablage neben seinem Bett und verließ den \nRaum. \n„Lieblos“ wäre übertrieben, um die Art zu beschreiben, wie das Essen \nangerichtet war. Hineingeworfen ins Keramik-Rund mit einer Garnitur, \ndie lauthals schreit: Du kannst mich nach dem Götz. „Die Augen essen \nmit und trotzdem fehlt ihnen das Privileg sich zu übergeben“, kam es \nKlaPe fast poetisch, nachdem er sich kurz gesammelt hatte, dem \nehemaligen Rind in die zerkochte Schulter schnitt und sich das \nStückchen Fleisch dann lustlos in den Mund steckte. Doch etwas war \nanders. Er hatte faden Geschmack erwartet, hatte gedacht das Krankenhaus-Rind würde ihn zum Wiederkäuer machen und ja, es \nschmeckte furchtbar. Aber es schmeckte eben alles furchtbar. Also alles\nalles. Jedes Detail. Der halbe Löffel Salz zu wenig im Gemüsefond aus \nKarotten, Sellerie, Pastinaken, Lauch, Petersilie und Zwiebel, die \nfehlenden Knochen, der fehlende Lorbeer bis zum billigen Rindfleisch \ngeprägt vom Terroir eines kargen Schlachthofes ohne Aussicht und \nAuslauf. Das alles alles schmeckte zusammen furchtbar. Aber das alles \nalles erschmeckte KlaPe. „Warum?“, dachte er. Also wie? Er biss in eine \nKartoffel. Eindeutig. Belana, festkochend, aus den sandigen Böden der \nLüneburger Heide, effizient geerntet, verkocht ohne Passion und wie \nder Fond definitiv untersalzen, dafür überbuttert. \nEr war nie ein besonders sinnlicher Typ gewesen, hatte nie wirklich \nGeschmack bewiesen – in nichts, geschweige denn welchen gehabt. \nDas passte nicht zusammen. Millionen Views auf sein Video. Amina mit \ndem Podcast und dem ersten Lebenszeichen seit 20 Jahren. Und jetzt \nein Geschmackssinn, der dem Geruchssinn des Typen aus Das Parfüm\nKonkurrenz machte. Das alles klang wie ein Fiebertraum aus \nverschiedenen Köpfen, aber nicht nach seinem Leben. In einem Anflug \nvon Panik drückte er den Knopf, um die Schwester zu rufen.","url":"https://shackvoices.de/stimmen/kapitel-13-tom-f","slug":"/stimmen/kapitel-13-tom-f"}